#schoeneaussichten: Die Schönburgwarte im Fichtelgebirge

Zu finden ist sie auf dem Kornberg – dem höchsten Gipfel im Norden des Fichtelgebirges. Hier, in dem weitläufigen Naturpark, versteckt sich die Schönburgwarte. Ein Aussichtsturm, der seinen Besuchern einen unvergleichlichen Blick über das Hofer Land und weit darüber hinaus bietet. Im Rahmen der Serie #schoeneaussichten stellen wir den Turm heute vor.

 

Das Fichtelgebirge: Für Einheimische ist es der Urlaub in der eigenen Heimat, für Touristen ein überzeugender Grund, einmal das Hofer Land zu besuchen. Traumhafte Pflanzenwelt, spektakuläre Felsformierungen und sagenumwobene Orte garantieren den Besuchern des Mittelgebirges eine gelungene Auszeit vom Alltag. Dabei bieten zahlreiche Gipfel und Berge des Naturparks Abwechslung pur. So findet man hier unter anderem Ochsenkopf, Waldstein, Schneeberg und viele mehr.

Panoramablick auf dem Großen Kornberg: Die Schönburgwarte

Die höchste Erhebung im Norden des Gebirges ist der 827 Meter hohe Kornberg. Dieser besteht überwiegend aus Granit und ist stark bewaldet. Auf dem Gipfel selbst findet man allerdings eine Lichtung. Hier oben thront seit 1954 die sogenannte “Schönburgwarte” – ein steinerner Aussichtsturm, der seine Besucher über 114 Stufen nochmals weitere 25 Meter in luftige Höhen führt.

Ähnlich wie bei anderen Türmen unserer Serie #schoeneaussichten ersetzte auch diese Warte ursprünglich einen Holzturm. Dieser wurde 1849 zu Vermessungszwecken gebaut. Jedoch stürzte die Konstruktion im Jahre 1897 in sich zusammen, so dass 1890 ein erster Steinturm auf dem Gipfel errichtet wurde. Doch auch bei diesem Bauwerk handelte es sich noch nicht um die heutige Version. Weil er nicht mehr sicher war, entschied man sich im Jahre 1936 für die Sprengung der alten Mauern und baute schließlich – verzögert durch den zweiten Weltkrieg – die 1954 eröffnete Schönburgwarte.

Besucher, die die 114 Stufen des Turms erklommen haben, werden mit einer herrlichen Rundblick über das ganze Fichtelgebirge bis hinein nach Sachsen und Tschechien belohnt.  Geöffnet ist der Turm ganzjährig. Dabei wird er seit über 60 Jahren von den umliegenden Ortsgruppen des Fichtelgebirgsvereins baulich betreut.

Wackelstein, Skipiste, Burgruine: weitere Highlights auf dem Kornberg

Der Panoramablick auf dem Gipfel des Kornbergs ist allerdings nur eines von vielen Highligts, die auf die Gebirgsbesucher warten. Folgt man beispielsweise dem Nordweg (markiert durch ein großes, weißes “N” auf rotem Grund) von Kirchenlamitz aus, entdeckt man innerhalb von 2,5 Stunden gleich drei der Sehenswürdigkeiten des Fichtelgebirges. Schon nach einer halben Stunde sanften Aufstiegs gelangt man zum sogenannten Wackelstein. Dabei handelt es sich um einen 250 Tonnen schweren Granitblock, der durch Hebelwirkung (beispielsweise mit einem großen Ast) eindrucksvoll bewegt werden kann. Anschließend erreicht man die Ruine Hirschstein – der beeindruckende Überrest einer mittelalterlichen Burg aus Granitblöcken. Sie galt während des 30-jährigen Krieges als Zufluchtsort für die Bevölkerung.

Doch nicht nur Wandern ist am Kornberg im Fichtelgebirge möglich. Auch eine 700 Meter lange Skipiste mit Kleinskilift findet man hier. Fest steht: Ein Besuch des Berges garantiert abwechslungsreiche Erlebnisse für Groß und Klein!

 


#schoeneaussichten

In der Reihe #schoeneaussichten stellen wir im Sommer 2020 zehn der schönsten Aussichtspunkte im Hofer Land, deren historischen Ursprung und ihre heutige Bedeutung vor. Alle Aussichtspunkte finden Sie unter #schoeneaussichten auf der Facebook-Seite des Landkreises Hof und hier auf dem Blog.

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Hof Bloggerin Jennifer Müller

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