Willkommen in Schwarzenbach – dem heimlichen Entenhausen

Das Erika-Fuchs-Haus in Schwarzbach an der Saale - Deutschlands erstes Comic-Museum

Entenhausen liegt seit 1951 in Schwarzenbach an der Saale. Durch die literaturbegeisterte Erika Fuchs tummelt sich hier das who-is-who der Comic-Szene. Die promovierte Kunsthistorikerin arbeitete neben ihrer Tätigkeit an einem Progymnasium als freie Übersetzerin unter anderem für Readers Digest. Als sie dort zum ersten Mal bunte gezeichnete Enten und Mäuse vorgelegt bekam, hielt sich ihre Begeisterung in Grenzen. Nach Überzeugungskünsten ihres Ehemanns Günter Fuchs begann die promovierte Kunsthistorikerin Erika Fuchs, Disney Comics für die deutschen Micky-Maus-Hefte zu übersetzen und entdeckte dabei ihre Vorliebe für die Donald-Duck Geschichten von Carl Barks. Zu Ehren ihrer Person, eröffnete im Jahr 2015 das Erika-Fuchs-Haus, ein Museum für Comic- und Sprachkunst.

Ein Besuch für Jung und Alt

Die Welt von Entenhausen kann in Deutschlands erstem Comic-Museum begehbar und spielerisch erkundet werden. Tüfteln in Daniel Düsentriebs Werkstatt oder Baden in Dagoberts Geldspeicher: Das liebevoll inszenierte Museum zieht sowohl Kinder als auch Erwachsene in ihren Bann.

Spaß an Sprache

Doch Besucher lernen nicht nur einiges über die einzelnen Charaktere der Donald-Duck-Geschichten, sondern erfahren auch Interessantes über die Sprache des Comic-Kosmos. Mit großem Vergnügen schleust Erika Fuchs deutsche Dichtkunst in die Dialoge ein. So legte sie ihren Charakteren gerne klassische Zitate von Goethe und Schiller in den Schnabel. Markenzeichen der Kunsthistorikerin ist der nach ihr benannte „Erikativ“: Verkürzte Verbformen wie „Stöhn“ oder „Grübel“ entspringen ihrer Feder und prägen die Sprache des Comics nachhaltig. Es entsteht der für Entenhausen charakteristische Mix aus theatralischer, poetischer und alltäglicher Sprache.

Oberfränkische Orte als Schauplatz für Entenhausen

Was viele Donald-Duck-Leser gar nicht wissen: Typische Orte aus Entenhausen gibt es wirklich und sind in Oberfranken verwurzelt. Erika Fuchs integrierte Orte aus der Umgebung ihres Wohnortes, wie Krötenbruck oder Rehau, in die vielfältigen Geschichten von Donald Duck und seinen Gefährten. Sie ließ sich von ihrer Umwelt inspirieren und nahm unter anderem auch real existierende Einrichtungen wie das das Café Rheingold oder die Bäckerei Köppel aus Schwarzenbach an der Saale in die Comics mit auf.

Ein Ort voller Kreativität und Entdeckerreichtum

Mit ihren Texten hat Erika Fuchs eine Gemeinde sprachverliebter Comicleser geschaffen und dazu beigetragen, dass sich die Wahrnehmung von Comics in Deutschland stark verändert hat. Sie möchte ihr Publikum unterhalten und zeigen, wie viel Spaß Sprache machen kann. Das ihrer Person gewidmete Museum vereint Comic-Begeisterung mit sprachlicher Neugier und wird so zu einem Ort voller Kreativität und Entdeckerreichtum.

Der folgende Film wurde von Angela Eckert und Stefan Liebig im Rahmen ihres Studiums Marketing Management an der Hochschule Hof konzipiert und umgesetzt.

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